Hitzewellen: Wann wird es für den Körper gefährlich?
Gerade erst haben wir eine Hitzewelle erlebt und nun ist die nächste im Anmarsch. Die Hitze hat laut dem Robert-Koch-Institut im Jahr 2026 in Deutschland bisher schon 9800 Opfer gefordert [1; Stand Juli 2026]. Obwohl diese Zahl sehr hoch ist, fallen diese Fälle in der Bevölkerung kaum auf, denn auf keinem Todesschein steht „Hitze“ als Todesursache (sondern beispielsweise Organversagen, Herzinfarkt, etc.). Doch wie können wir selbst merken, wann es gefährlich für unseren Körper wird?
Ganz wichtig ist es, auf die Zeichen unseres Körpers zu hören und frühzeitig für Kühlung zu sorgen. Dabei entscheidet nicht alleine die Temperatur, wann es kritisch für den Körper wird, sondern auch weitere Faktoren, insbesondere die Luftfeuchte, die Tätigkeit oder das Alter. In einer Studie [2] wurde dies untersucht. Im Folgenden möchten wir erläutern, was die Ergebnisse dieser Studie konkret bedeuten:

Zunächst gibt es vier Teilabbildungen, eine für 18-40 Jährige im Schatten (links oben), eine für 18-40 Jährige in der Sonne (links unten), eine für über 65 Jährige im Schatten (rechts oben) und eine für über 65 Jährige in der Sonne (rechts unten). Innerhalb jeder dieser Abbildungen zeigt die Farbe verschiedene Tätigkeiten an. Beispielsweise steht der tiefrote Bereich für schwere Arbeit. Man kann beispielsweise bei den 18-40 Jährigen in der Sonne den Temperatur und Luftfeuchtebereich sehen, bei dem man bei schwerer Arbeit langfristig überleben kann:

Bei über 20% Luftfeuchte (rote, gestrichelte Linie), ist es dem Körper selbst bei 25°C nicht mehr möglich die Hitze langfristig abzuführen und man kann unter diesen Bedingungen nicht langfristig überleben.
Bei dem schwarz schraffierten Bereich kann der Körper selbst bei Ruhe die Wärme nicht mehr abführen. Man kann diese Bedingungen einige Zeit überleben, aber früher oder später wird der Körper kollabieren.
Fazit
Es ist also wirklich wichtig, sich klarzumachen, dass nicht nur die Temperatur berücksichtigt werden muss, wenn es um Hitzewellen geht, sondern auch die Luftfeuchte, das Alter und die Tätigkeit. Sport oder Spaziergänge am Nachmittag in der Sonne bei 35°C können schnell zu einer Überhitzung führen, weil bei höherer Luftfeuchte Schweiß immer schlechter verdunstet und den Körper weniger kühlt. Wichtig ist es auf den Körper zu hören. Beispielsweise, indem man immer wieder stoppt und ganz bewusst den Körper durchscannt, um zu schauen, wie es ihm geht. Dann merkt man vielleicht, dass man eine Grenze überschritten hat und sucht schnell Schatten, Abkühlung, Erholung und Wasser.

